Am Rand - doch mitten im Leben


 

 

Aus dem Jahre 1031 stammt die erste urkundliche Erwähnung Bienrodes. Damals gab es noch keine eigene Kirche. Der Ort wurde vielmehr mit 17 anderen Gemeinden in die St. Magni Gemeinde eingepfarrt. Doch sehr lange wird es nicht gedauert haben, bis Bienrode eine eigene Kirche erhielt. Man nimmt an, dass das älteste Gotteshaus, von dem heute noch der Turm steht, im 12. Jahrhundert entstanden ist. Selbständige Pfarre wurde Bienrode dann im ersten Drittel des 13. Jahrhunderts. Sehr bald schon, um 1530 kam die Reformation nach Bienrode. Ca 100 Jahre später wurde Bienrode der Pfarre Bevenrode unterstellt und von dieser verwaltet. Diese Lösung bestand mehr als 300 Jahre hindurch. Erst vor rund 45 Jahren, als die Einwohnerzahl Bienrodes rapide anstieg, wurde Bienrode wieder selbständige Pfarrgemeinde. Sehr schnell konnten dann auch die für eine erfolgreiche Gemeindearbeit notwendigen Gebäude errichtet werden. Pfarrhaus, Gemeindehaus und ein Kindergarten wurden gebaut.
 

In den Jahren 1972-1974 wurde das Kircheninnere neu gestaltet. Heute präsentiert sich die Kirche als ein kleines Schmuckstück in den Schunterwiesen, wenn auch manche ältere Bienröder etwas wehmütig an ihre alte Kirche zurückdenken. Wenn man heute durch den Ort geht, hat man Mühe, die Kirche zu finden. Durch die Entwicklung des Dorfes ist sie buchstäblich an den Rand gedrängt. Das gilt auch im übertragenen Sinn. Die Kirche steht nicht mehr wie selbstverständlich in der Mitte des Dorfes und sie ist auch nicht mehr das Zentrum im Leben der Menschen von heute. Und trotzdem - oder gerade deswegen - versuchen viele ehrenamtlich Mithelfer auf die Menschen zuzugehen und in veränderter Weise die frohe Botschaft als tragende Kraft unseres Lebens deutlich zu machen. Besonders hervorzuheben ist das gute Miteinander zwischen Kirchengemeinde und den Vereinen vor Ort. Im jährlichen Wechsel sind das Erntedank - und Gemeindefest sowie der Weihnachtsmarkt Höhepunkte im gemeindlichen Leben.
 

Obwohl eigentlich zur Landeskirche Hannover gehörend, wird seit über 300 Jahren schon Bechtsbüttel von der Gemeinde Bienrode aus kirchlich betreut. Jeden letzten Sonntag im Monat um 10.45 findet in der Friedhofskapelle Bechtsbüttel der Gottesdienst statt.

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